Motive wie diese, bei denen mehr oder weniger unmotiviert Obst & Gemüse ins Wasser geworfen werden, finden sich immer wieder bei Bildagenturen. Nichtsdestotrotz haben sie einen gewissen Reiz, den ich bei dieser Serie beispielsweise im Rahmen der Nachbearbeitung ein wenig in Richtung “Retro” gedreht habe. Der Reiz liegt hierbei, ähnlich wie beim Thema Rauchfotografie, das ich vor einigen Tagen beschrieben habe, darin, dass sich die Ergebnisse kaum vorhersagen lassen: der genaue Aufprallwinkel, der Look des spritzenden Wassers, der Zeitpunkt des Auslösens usw.

Mein Setup ist – ähnlich wie bei der Rauchfotografie, die ich vor einigen Tagen beschrieben habe – recht einfach:
Kamera auf Stativ, am besten eine Makrolinse oder Achromat, zwei Blitze (Porträt-Aufbau), ein Glasbehälter (Aquarium, Vase etc.), ein weisser Background (andere sind natürlich ebenfalls denkbar) und irgendwas Knalliges oder halbwegs Interessantes zum Reinwerfen…

Ich habe hier mit der Pentax K10D gearbeitet und als Objektiv meine Lieblingslinse genommen: ein 70er Jahre SMC M 50mm f1.4. Zusätzlich eine Makro-Vorsatzlinse und Streulichtblende (gegen seitliche Reflexe durch die Beleuchtung). Als Blitze kamen zwei Aufsteckblitze im Slave-Modus zum Einsatz: von links ein Sigma EF 500 DG Super auf 1/8 und von rechts ein Pentax AF 360 FGZ auf 1/16 der Leistung, beide mit ausgeklappter Streuscheibe. Wichtig ist, eine möglichst kleine Blende (hier: 16) zu wählen, um ausreichend Schärfentiefe zu erreichen. Die Verschlusszeit bei ISO 100 liegt in diesem Fall bei 1/160. Alle diese Aspekte sind je nach gewünschtem Look und Setup variabel.

Bei der Nachbearbeitung habe ich den Ausschnitt angepasst, Kanten geschärft und ein wenig mit den Kurven gespielt. Einzelne Farbkorrekturen wurden vorgenommen, Fussel und Staub retuschiert und hier & da abgewedelt oder weichgezeichnet. Auch hier gibt’s natürlich je nach Geschmack & Verwendungszweck unzählige Möglichkeiten.

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