Die so genannte Rauchfotografie ist eine der typischen fotografischen Richtungen, bei der die Aufnahmesituation zwar kontrolliert ist, die letztendlichen Ergebnisse aber dennoch ein Stück weit dem Zufall überlassen bleiben. Das macht es so reizvoll, denn trotz Studioumgebung weiß man nie ganz genau, wie sich der Rauch verhält, welche Formen er annimmt. Dabei entstehen Bilder, die teils wie Gemälde, abstrakte Figuren & Formen oder wie am Computer künstlich erzeugte Bilder erscheinen.

Die hier gezeigten Aufnahmen sind mit “Minimal”-Ausstattung entstanden: mit der Hand gehaltene Kamera (dank internem Stabilisator machbar), ein drahtlos gesteuerter Blitz, Rauchquelle, Farbfilter vor dem Blitz, Hintergrund.

Um noch spektakulärere Ergebnisse zu erzielen, empfiehlt sich die Ausleuchtung mit zwei Lichtquellen, z.B. eine gesoftete und Richtung Hintergrund abgeschattete Lichtquelle, eine gerichtete Lichtquelle (Snoot, Spot etc.), Kamera auf Stativ wegen der längeren Belichtungszeiten, Makroobjektiv, 1-2 Rauchquellen, komplett schwarze Umgebung sowie intensive Nachbearbeitung in Photoshop (Hue & Saturation, Levels etc.). Die Bilder, die ich hier zeige, sind nicht sonderlich intensiv manipuliert: lediglich Schwarzpunkt & Kontrast, leichte Kantenschärfung und im ein oder anderen Fall eine Invertierung sowie Anpassung der Hue & Saturation-Werte wurde in der Nachbearbeitung vorgenommen – neben der Auswahl des gewünschten Ausschnittes. Die Farbeffekte habe ich grundsätzlich mit simplen Folien bzw. Kenko-Filtern erreicht, die einfach vor die Lichtquelle gesetzt wurden.

Weitere Bilder (mit “größerer” Ausstattung und intensiverer Nachbearbeitung) folgen in den nächsten Tagen…

Verwandte Posts: